Hydraulik Verbindungselemente 2016
Technische Informationen Biegeradius und Schlauchlänge www.haberkorn.com Hydraulik Verbindungselemente 2016 17 1 Flexibilität, Biegeradius und Schlauchlänge Flexibilität und Mindestbiegeradius sind wichtige Faktoren in der Schlauchkonstruktion und -auswahl, besonders wenn der Schlauch im Einsatz starken Krümmungen unterzogen wird. Es ist darauf zu achten, dass der kleinste, im Einsatz zu erwartende Biegeradius über dem Mindestbiegeradius des jeweiligen Schlauches liegt. Wird der minimale Bie- geradius unterschritten, kann der Schlauch knicken und sich im Querschnitt verengen oder sogar platt gedrückt werden. Dadurch kann es zu einer übermäßi- gen Beanspruchung oder Verdrehung der Einlagen kommen. Dies kann die Lebensdauer des Schlauches erheblich reduzieren bzw. sogar zu dessen Ausfall füh- ren. Der Mindestbiegeradius wird im Allgemeinen für jeden Schlauch in diesem Katalog angegeben. Bis zu diesem Radius kann der Schlauch im Einsatz ohne Schaden bzw. ohne beträchtliche Verkürzung der Lebensdauer gebogen werden. Der Radius wird zum Inneren der Krümmung hin gemessen. Formel, um die Mindestschlauchlänge zu bestimmen, unter Vorgabe des Biegeradius und des erforderlichen Grades der Schlauchbiegung: U : 360° x 2 π x (r + Ø : 2) = L n U = Biegewinkel r = gegebener Biegeradius des Schlauches Ø = Außendurchmesser des Schlauches L = Mindestlänge des Schlauches α L r φ Beispiel: Für eine 90°-Biegung eines Schlauches mit Außendurch- messer 70 mm errechnet sich die Mindestschlauchlänge bei einem Biegeradius von 450 mm wie folgt: 90 : 360 x 2 π x (450 + 70 : 2) = 762 mm In diesem Fall muss sich die Biegung folglich über eine Schlauchlänge von mindestens 762 mm erstrecken. Einfluss des Biegeradius auf die Berechnung der Schlauchlänge von Hydraulikschläuchen In vielen Fällen wird eine Schlauchleitung mit mindestens einer Biegung verlegt. Um die größtmögliche Einsatz- dauer zu erhalten, ist es unumgänglich, Zugbelastun- gen an den Armaturen zu vermeiden. Die folgenden Hinweise sollen Ihnen helfen, die richtige Schlauchlänge zu berechnen: Um Knickbeanspruchungen an den Anschlussarma- turen zu vermeiden und eine maximale Funktionstüch- tigkeit zu gewährleisten, sind beide Schlauchenden gerade zu verlegen. Deshalb empfehlen wir, bei der Längenberechnung gemäß der Abbildung zu verfahren. Bei der Berechnung von flexibel installierten Schlauch- leitungen gelten die gleichen Einbauhinweise wie oben stehend, jedoch ist bei Hubbewegung die entsprechen- de zusätzliche Länge (T) zu berücksichtigen. Die zu belassende Mindestlänge (A) hinter den beiden Armaturenenden einer Leitung ist aus nachstehen- der Tabelle ersichtlich. Bei jeder kompletten Leitung ist also das Maß A zweimal zu berücksichtigen. Bei Bogenarmaturen vergrößert sich das Maß um 50 %. A X A R A X A R R 1/2 T 1/2 T T Messbeispiele für Schlauchleitungen: Nennweite 6 8 10 12 16 20 25 32 40 50 „A“ (mm) 100 110 120 130 140 150 170 200 220 250
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